Ompah-Kunstreitertruppe

Pferdetheater

Was ist ein Pferdetheater?

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren Pferde der „Hafermotor" vieler Wirtschaftszweige einschließlich des Verkehrs von Gütern und Personen. In dieser Zeit gab es neben dem Pferdesport (Galopprennen, Trabrennen, Springreiten, Dressurreiten usw.) auch die Kunstdarstellungen mit Pferden, die verschiedenen Sparten der Kunstreiterei. Die Unterhaltungskünstler mit Pferden, die Kunstreiter, erfanden immer neue Möglichkeiten, ihre Künste zu präsentieren. Neben den traditionellen Circusprogrammen mit vielen Pferdedarbietungen wurden Manegenschauspiele, Pferdepantomimen, Pferdeopern usw. inszeniert. Aus jener Zeit stammt auch der Begriff Pferdetheater. Mit ihm wurde dem Publikum verständlich gemacht, dass die Hauptakteure dieses unterhaltungskünstlerischen Werkes Pferde waren und viele Elemente des Theaters verwendet wurden.

In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Pferd in den Industrieländern Partner vieler Menschen bei der Freizeitgestaltung. Aber auch Nichtreiter fühlen sich vom Wesen Pferd angezogen und bekunden ihre Sympathie und Liebe. Die zahlreichen Partnerschaftsbeziehungen zwischen Mensch und Pferd beinhalten auch die Kunstdarstellungen mit Pferden, heute mit den Begriffen Showreiterei, Shownummern und Pferdeshows bezeichnet.

Die Wiedergeburt des Pferdetheaters erfolgte in Paris mit dem Theatre Equestre Zingaro. Die Erfolge der dort produzierten Programme waren Anregung für weitere Produktionen wie die Pferdemusicals des deutschen Althoffschen Pferdepalastes, das Pferdemusical „Le Prince" der Nobel Horse AG (Schweiz) und das franco-canadische ChevalTheatreMontreal.
Die neuste Produktion stammt ebenfalls aus Montreal und tourt unter dem Namen Cavalia durch Nordamerika.